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Das Ergebnis lässt sich erahnen

Das Vitrinengestell war immer noch zu wackelig für meinen Geschmack. Letztendlich soll da ein Teil meiner Jägermeister Sammlung rein, die Jahre gebraucht hat, zusammenzutragen. Ich entschied mich, die mittleren Träger mit der Wand zu verschrauben.

Klappte bei drei Trägern super – bei einem hielt der Dübel nicht, zu bröselige Wand. Ich habe mir wie in der Küche mit Montagemörtel beholfen. Rein ins Loch, Dübel reingedrückt zusammen mit einer dünneren Schraube – der Dübel war geschlitzt und ich wollte nicht, dass es in der Mitte reinläuft.

Das Konstruktionsholz war mir zu dominant, also habe ich es mit Wandfarbe gestrichen, dann ist es auch nicht schlimm, wenn etwas an die Wand kommt. Und es trocknet schnell. Sollte das Holz noch irgendwie die Farbe verändern – umso besser, passt zum Shabby Look.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, habe ich auch Bretter eingepasst am unteren Ende der Fenster. Dafür habe ich wieder Sperrmüll Platten verwendet. Ich habe jetzt so gut, wie alles dieses Materials verbraucht, aber mehr brauche ich auch nicht. Und wenn – es gibt genug davon.

Für die Verblendung des unteren Teils habe ich OSB Platten in 12mm mit Nut und Feder verwendet. Doch wie ranschieben ohne Helfer? Ich habe untergebaut, damit ging es einigermaßen leicht von der Hand.

Leider habe ich die letzte teilplatte versägt. Auf der verkehrten Seite abgeschnitten. Ich hätte eine Nut gebraucht und habe die Feder stehen lassen. Für die Bilder habe ich es einmal reingeklemmt. Und ich habe die Fenster wieder eingehängt, damit man mal einen Eindruck hat, wie das alles wirkt.

Der untere Teil wird noch weiß, da kommt ja das Sofa davor. Und natürlich kommen da die Glasscheiben als Böden rein. Aber man hat schon einmal einen Eindruck, wie das Ganze aussehen wird.

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Glasspiel

Ich hatte einen Termin, bis dahin aber noch etwas Zeit, also fing ich an, den Flur auszuräumen, die Kanten der Farbstreifen abzukratzen,… Dabei fiel mir auf: Der Flur ist nicht komplett grün/grau/weiß. Da war dem „Künstler“ wohl entweder die graue Farbe oder die Lust ausgegangen.

Der Termin, den ich hatte, war die Abholung von ein paar Glasscheiben, die bei eBay Kleineneigen kostenlos inseriert waren. Sah gar nicht so viel aus.

Die Glasplatten lagen in einem Gartengrundstück in Wiesbaden, auf dem Unmengen von Hühnern herumliefen. Und es waren massig Glasplatten. Bedingung für die kostenlose Abholung ALLER Platten. Ich konnte mich mit der Zuladung meines Pirat herausreden und sagen wir so: Selbst so war die Beladung grenzwertig. Ich habe die Platten erst einmal im Keller eingelagert, alle werde ich sicherlich nicht benötigen. Es sind 90(!) heile Platten und noch ein ganzer Stapel mit beschädigten Platten.

Ich habe kaum Erfahrung mit dem Schneiden von Glasplatten, an einer beschädigten Platte testete ich es einmal. Der zweite Versuch gelang einigermaßen, beim ersten Versuch brach es schräg ab.

Anscheinend ist der Winkel, wie man den Glasschneider ansetzt, sehr wichtig. Ich habe ja glücklicherweise einige Fehlversuche gut – 90 Scheiben brauche ich niemals für mein Vorhaben.

Ich habe aber noch mehr Glas besorgt – Ersatz für die zerbrochene Fensterscheibe. Die ist kleiner, als die kostenlos geborgenen Platten, ungeschliffen und nur 3mm dick – die geborgenen Platten haben 7mm Stärke. Und die hat irgendwas um die 21 Euro gekostet – da kann man sich denken, was die kostenlos geborgenen Platten gekostet hätten.

Ich kitte das erste Mal ein Fenster ein mit Leinöl Glaserkitt. Den Kitt kneten und dann andrücken.

Danach mit der Spachtel glattstreichen – kein Hexenwerk.

Das braucht 4 Wochen zum Aushärten, bevor man es streichen kann – was ich nicht machen werde. Ist eh nicht sichtbar. Aber früher gingen die Uhren anders. Stellt Euch vor, heute geht ein Fenster kaputt und der Glaser sagt, er kann das erst in einem Monat lackieren…

Die anderen Fenster habe ich auch ausgehängt und vorher beschriftet.

Jetzt ging es an den Vitrinenbau. Ich hatte nur eine ungefähre Vorstellung, wie ich das machen werde. Aber eben nur eine ungefähre. Eigentlich wollte ich sie nur ca. 20cm tief machen, aber da die Glasplatten 30cm sind und ich sie nicht auch noch in der Breite kürzen will, wird sie eben 10cmm tiefer. Angefangen habe ich mit einem Konstruktionsholz, das ich an die Wand geschraubt habe.

Unten ist ein dünneres Holz angestückelt, um die Fußbodenleiste zu überbrücken. Um eine plane Auflage zu schaffen, musste ich die auf der Außenseite der Fenster angebrachten Leisten wegsägen.

Um einmal ein Beispiel zu zeigen – das Fenster hatte am unteren Rand gar keinen Lack mehr, das Holz ist stark angegriffen.

Ist aber nicht so schlimm für meine Konstruktion.

Dann ein zweites Konstruktionsholz und den ersten Rahmen dran. Ich habe viel mit Wasserwage gearbeitet, wobei das eigentlich recht egal ist,

Um die Höhe zu erklären: Da soll noch ein Sofa davor. An der Rückseite kamen natürlich auch Konstruktionshölzer zum Einsatz und unten habe ich es mit Holzresten versteift.

Soll ja stabil werden. Komplett fertig bin ich mit meiner Konstruktion nicht geworden. Aber alle Rahen hängen schon einmal.

Am fortgeschrittenen Abend wollte ich die Kreissäge nicht noch einmal auspacken oder bohren. Aber in meinem Kopf funktioniert die Idee, die ich schon ewig im Kopf habe.

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Weiß

Ich habe Farbe nachbekommen. Zeit, auch den zweiten Teil des Wohn-/Esszimmers zu streichen. Die Wand links war einmal grau. In Verbindung mit dem stark strukturierten Putz eine echte Challenge, das weiß zu bekommen. Man könnte meinen, der Vormieter wollte mich damit ärgern. Braucht man viel Farbe – aber es deckte nach dem ersten Mal.

Der Erker – das Highlight der Wohnung – kommt jetzt wirklich gut zur Geltung ohne das ganze Holzgedöns. Wobei ich noch keinen Plan habe, wie ich den nutzen werde.

Wieder ein Raum, der fertig gestrichen ist. Bleibt nur noch der Flur. Nicht sehr groß, was nicht stört, weil das wäre ja sonst verschenkter Platz. Und natürlich hat der Vormieter das dreifarbig gestrichen.

Ja, ich hasse ihn wirklich ein wenig dafür. Genau wie für die Beschädigungen an den historischen Türen.

Noch dient der Flur als Materiallager. Manches brauche ich noch, anderes geht noch zur Deponie. Ich habe so viel Müll produziert – das kann ich nicht in der Gemeinschaftstonne entsorgen für 3 Haushalte.

Nebenbei bin ich weiterhin am Organisieren. Ich habe jemanden gefunden, der 5 identische Lampenschirme für meine Schlafzimmerlampe angeboten hatte. Nicht 100% identisch mit meinen bisherigen Schirmen, aber wenigstens in der Art und es sind eben 5 identische. Das war es mir wert ausnahmsweise.

Eine Scheibe für das eine Fenster habe ich auch in Auftrag gegeben. Mal sehen, ob ich mich diesmal nicht vermessen habe…

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Fensterln

Mein Sonntagsausflug führte mich zu diesem Haus in der Nähe von Limburg.

Das sollte Material für meine Wohnungseinrichtung spendieren. Der Besitzer hatte Fenster inseriert, die wollte ich mir holen.

Schöne alte Fenster, vielleicht 100 Jahre alt mit ordentlich Patina. Nenn man neudeutsch „Shabby Chic“. Mal wieder ein Zauberwort, um kaputtes Zeug teuer zu verkaufen. Wusste der Verkäufer aber nicht. Der fragte mich, was ich mit dem Müll machen wolle. Ich habe e ihm verraten, er hat es nicht verstanden.

Ich legte beim Transport Styropor unter die Griffe, die weit abstanden, damit keine Scheibe kaputt geht. Auf der Landstraße eine Bodenwelle und es klirrte. Verdammt. War aber passiert. Ein Verrieglungshebel war der Übeltäter.

Die Scheibe rauszupopeln war so eine Sache – der Kit ist steinhart. Aber es war machbar. Mit dem Cutter aus dem Kit geschnitten.

So eine Scheibe kostet nicht so viel. Muss ich eben eine neue einkitten. Ich habe keine Fotos von der Außenseiten der Fenster gemacht, die sind sehr desolat. Teilweise fehlt der Kit einer ganzen Seite, das Holz ist angefressen, ohne anzuschleifen gestrichen und das blättert ab etc. Aber das wird man am Ende eh nicht sehen, das ist vollkommen Latte. Ich habe eine erste Grundreinigung gemacht – und die zog sich. Der Schmutz der Jahrzehnte ist hartnäckig. Ich habe pro Fenster neues Wasser verwendet, sonst hätte ich den Schmutz nur verteilt.

Auch waren die Scheiben am Rand teilweise überstrichen. Geht mit einer Spachtel ab, dauert aber alles…

Insgesamt sind es fünf Fenster und die stehen jetzt in dem Raum, in den sie sollen.

Das werden die Türen einer großen Vitrine für meine Jägermeister Sammlung. Angepasst an den Raum.

Anderes Thema: Ich hatte ein Problem mit der Türklingel. Die war einfach zu leise. In der Wohnung ist keine einzelne Klingel, das ist eine Türsprechanlage, in der ein Tonmodul steckt.

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass ein Markenhersteller eine Türsprechanlage herstellt, die nur so einen erbärmlichen Ton abgibt. Da muss was zum Einstellen sein. Aufgeschraubt. Nix zu sehen.

Ich spielte echt mit dem Gedanken, da eine externe Glocke dranzuhängen, bis ich in einem Elektronikforum für Haustechnik einen Tipp bekam. Da sei ein Potentiometer für die Lautstärke. Wie jetzt? Ich hatte doch nix gesehen. Aber Moment – der Lautsprecher sieht irgendwie wegklappbar aus. Und was sehen meine entzündeten Augen?

Hochgedreht und dann testen. Äh ja, wie ohne zweiten Mann? Kann ja schlecht am Tor die Klingel drücken und gleichzeitig im zweiten Stock hören, wie laut die Klingel ist. Genialer Lifehack: Essen bestellen.

Hat zwar ewig gedauert, bis es da war, war aber lecker. Ach ja – die Klingel ist jetzt laut genug…

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Lassen wir es leuchten…

Ich war gestern auf dem Flohmarkt. Schräge Zeiten. Maximalzahl der Besucher, erst wenn wieder welche gehen, dürfen die nächsten mit Mundschutz rein. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich für einen Flohmarkt angestanden habe.

Gefunden habe ich für die neue Wohnung nix. Ich bin danach weiter in die Werkstatthölle gefahren, um ein paar Dinge zu holen, unter anderem Radkappen. Wozu? Ich wollte die Handlampen an die Decke zaubern. Ursprünglich wollte ich die Kabel unter einer alten Dachrinne verstecken. Doch je mehr ich darüber nachdachte, umso besser fand ich die Idee mit den Radkappen.

Ich habe keine top erhaltenen Radkappen genommen, sie durften ruhig Patina haben. Und ich habe sowas kistenweisen, denn ich hatte mal einen kompletten Flur mit Radkappen ausgehängt. Überall zusammengekauft, aber immer nur, wenn sie richtig günstig waren. Bis auf GANZ wenige Ausnahmen, habe ich noch nie mehr als 5 Euro für eine Radkappe gegeben, meist deutlich weniger. Da war es auch egal, die mit Löchern zu versehen. In der Mitte eines für das Kabel der Lampen. Gerade so, dass das Kabel durchpasst und dann mit zwei Kabelbindern gesichert.

Die Radkappen dann an die Decke geschraubt. Die rostigste Kappe war von einem Daimer.

Von welchem Auto die ist, weiß ich gar nicht. Wahrscheinlich ultraselten, aber schlechter Chrom.

So fanden die vier alten Lampen ihren Weg an die Decke. Und natürlich leuchten alle.

Es sind noch zwei Lampen in der Post, die kommen dann über den noch nicht vorhandenen Tisch, dann etwas tiefer gehängt. Der Kabelabzweig hängt dafür schon, damit ich das nicht noch einmal abschrauben muss.

Gut, dass ich meine Lampen alle billig geschossen habe – nicht, dass jetzt ein Rund darauf entsteht 😉

Im Wohnzimmer – dem gestrichenen Teil – musste ich die Decke noch einmal überstreichen, das war streifig geworden, was ich erst sah, als ich die Rolle für den Rollo wieder angeschraubt hatte und den Rollo hochziehen konnte. Auch hier hängte ich eine Lampe auf – den Kronleuchter vom Sperrmüll. Einfach, um den Baustellencharakter wegzubekommen.

Ich hatte zunächst alle Kettenglieder der Aufhängung rausgenommen und nur ein Glied dringelasssen – trotzdem konnte ich mit meinen 2,04m nicht drunter stehen und hätte mir sicherlich 100x den Kopf angehaun. Ich hab das jetzt mit Kabelbindern nach oben gepackt. Ein Provisorium. Aber wir wissen ja alle – nichts hält besser, wie ein gutes Provisorium…

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Wenn es WD40 nicht schafft…

…dann war es nicht festgegammelt, oder so. Das tagelange Einweichen mit WD40 hat es geschafft. Der Korb hat sich von der Bakelit Arbeitslampe gelöst. Na also.

Zusätzlich kamen mit der Post bzw. Hermes Versand zwei weitere Leuchten.

Beide schön skurril – bei der linken ist der Korb mit fünf Muttern geschraubt und das Gitter drückt den Glaskolben gegen die Gummifassung. Die rechte ist ebenfalls aus Bakelit und ein DDR Produkt.

Eigentlich wollte ich mir einer alten Dachrinne Spielen an der Decke, aber ich überlege gerade Chromradkappen zu verwenden.

Das Streichen des Wohnzimmers stand an. Natürlich musste ich da noch abkleben, Steckdosen abschrauben etc. Dabei konnte ich erkennen: Das Wohnzimmer war einmal rosa. Dunkle Holzdecke mit Styroporstuck und rosa Wände. Hui, das war schon eine fiese Kombination.

Am Nachmittag sah das Wohnzimmer noch so aus.

Frisch gestrichen ist es jetzt eine weiße Leinwand für meine Gestaltung.

Mitte beim Streichen kam eine Mail von einem Kunden. Schnell Änderungen einarbeiten. Ja, muss noch heute sein. Also setzte ich mich im Büro an den Laptop. Ich bin auf solche Fälle vorbereitet. Nicht vorbereitet war ich auf eine Message über den Facebook Messenger. Auf FB verschenkte eine junge Ärztin Ikea Regale.

Der Run auf die Regale war groß, deshalb rechnete ich mir wenige Chancen aus. Aber zuverlässig abgeholt hat es keiner. Meine Chance. Es wurde stressig, aber die Regale sind zerlegt geborgen. Den Kunden konnte ich parallel ebenfalls zufrieden stellen. Während er sich mein PDF mit den eingearbeiteten Korrekturen durchsah, war ich der gewünschte zuverlässige Abholer.

Ob das mein Schuhschrank wird oder eine Erweiterung der Ikea Regale, die ich noch für das Büro habe, werde ich noch sehen. Aber wie heißt es so schön: Haben ist besser als brauchen. Und für geschenkt…

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Rohr frei!

Der Rohrreiniger war da.

Er fluchte nicht schlecht, weil er wirklich all sein Equipment brauchte. Mit der Handpumpe holte erst einmal ein wirklich schönes Sammelsurium an Haaren aus dem Siphon der Badewanne. In der Länge? Nicht von mir.

Dann mit der Spirale ins Rohr der Toilette, was offenbar zusammenhing und auch seine Kamera kam zum Einsatz.

Ich liebe Profis mit ihren Profiwerkzeugen – vor allem, wenn ich es nicht selber bezahlen muss. Er war fast eine Stunde am Werkeln, jetzt läuft alles wieder sauber ab. Seine Diagnose: Damenhygieneartikel. Wieder: Sicherlich nicht von mir. Haken dran.

Dann mal ran an die Tapezierfront. Vorher noch die Abdeckung des Rollokastens zurechtgesägt, angebracht und tapeziert.

Von der Decke fehlte noch ein ganzes Stück. Wie üblich: Keinen rechten Winkel in dem Raum. Ich mache das immer so: Großzügig ankleben, die Kanten mit einem Bleistift markieren und abschneiden. Und in der letzten Ecke war es wirklich eine Punktlandung. Ging genau auf.

Die Decke ist fertig tapeziert. Das trocknet jetzt und dann kann ich es streichen.

Natürlich habe ich auch den zweiten Rollokasten tapeziert, die Spalte vorher mit Acryl abgedichtet.

Ich hatte am Abend einen Termin, das Streichen anzufangen machte keinen Sinn, also widmete ich mich einer anderen Baustelle. Die Badewanne sieht schlimm aus.

Laut Vermieter ginge das nicht mehr zu reinigen, wenn ich es lackiere, zahlt er den Lack. Aber das wollte ich nicht sofort machen. Vielleicht geht es ja auch anders. Lackieren kann ich immer noch. Ich besorgte mir einen Kalkreiniger und fing an zu schruppen. Eine Fleißaufgabe, denn der Dreck ist hartnäckig. Aber es geht einigermaßen. Links nach der ersten Reinigung, rechts im Rohzustand.

Nicht perfekt, aber erträglich. Aber die Oberfläche ist echt fies rau. Das wird nicht lang dauern, bis sich der Dreck wieder festsetzt. Ob da wohl eine gute Autopolitur/Hartwachs helfen? So rauhen Autolack hatte ich nie – und das ist Email.

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Fest!

Gestern kam die nächste alte Arbeitslampe an. Gekauft über eBay Kleinanzeigen. War mir noch nie passiert, ich hatte nachts um vielleicht 23 Uhr angefragt, was der Versand kostet und die Antwort kam innerhalb von 10 Minuten: Der Verkäufer rief mich auf meinem Handy zurück. Bezahlung per PayPal und als das Geld ihm gutgeschrieben wurde, rief er erneut an, dann schon gegen Mitternacht. Komische Menschen da draußen.

Auf jeden Fall eine Lampe, wie ich sie suche: Das Gehäuse schön alt aus Bakelit.

Problem bei der Lampe: Sie lässt sich nicht aufschrauben. Das Blechgewinde und das Bakelit sind mit den Jahren eine feste Verbindung eingegangen. Nun kann man Bakelit nicht in den Schraubstock einspannen, das würde brechen. Ich versuchte Hitze (Heißluftföhn), ohne Erfolg. Nun tränke ich das immer wieder mit WD40 unter der Hoffnung, dass es sich trennt.

Keine Ahnung, ob das funktionieren wird. Hat einer eine Idee, wie ich das aufbekommen könnte? Da soll eine schwächere LED Leuchte rein und natürlich das Glas in die Spülmaschine.

Für das Tapezieren der Decke, habe ich mein Werkzeug angepasst. Durch das Verlängern der Walzen kann ich viel besser arbeiten.

Ich hab genommen, was rumlag: Zwei alte Deckenleisten, die ich nicht mehr verbaue.

So habe ich zunächst die erste Teildecke fertig tapeziert.

Der Raum war relativ easy, der zweite hat nur eine Ecke, die ungefähr 90° hat. Alles andere ist – nennen wir es sehr individuell. Und selbst in den Wänden sind „Knicke“. Diese Bahn hat übrigens die stolze Länge von ca. 5,30m

Also ich die erste Bahn geklebt hatte, war mir klar: Der Kleister und auch die Tapete reicht nie und nimmer. Also ab in den Baumarkt, ich brauchte eh mal wieder spitze Bleistifte 😉

Muss drin sein, bei dem Umsatz, den ich bei denen mache. Ich habe gleich noch Bretter zusägen lassen, um die Rollokästen zu verschließen. Der Mitarbeiter hat es doppelt gesägt, weil er das verkehrte Material genommen hatte. Gut, dass nicht nur ich ab und an Fehler mache. Die Rollokästen am Erker sind zu.

Nicht so der andere. Da gab es ein Problem: Der Zuschnitt muss min. 24cm sein im Baumarkt, ich brauche 14cm Höhe. Sicherheitsvorschriften. Warum auch immer. Also habe ich 24cm sägen lassen, um eine Kante selbst zu schneiden.

Ich sah auf die Uhr. Es war schon zu spät um noch Lärm zu machen. Wo war die Zeit hin? Gut, ich hatte die Telefone konfiguriert und noch viele andere Dinge. Aber ich dachte: Ist doch noch nicht sooo spät. War es aber. Tapete kleben ist nicht so laut, da konnte ich noch ein wenig weiter machen. Aber diese langen Bahnen halten doch auf.

Heute muss ich eh früher auf die „Baustelle“. Die Rohrreinigungsfirma kommt. Da bekomme ich wenigstens etwas geschafft.

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Kleben wir eine

Als nächsten Schritt bekam die Rigipsdecke einen Anstrich mit Trockenbaufarbe als Grundierung.

Wären die Spachtelspuren nicht, dann wäre ich mit der Decke jetzt fast fertig. Ich lache immer wieder über die Ergiebigkeitsangaben auf den Farbeimern. Auf den 5l Eimern stand bis zu 36qm – ungefähr meine Größe. Im 10l Eimer ist jetzt nicht mehr sooo viel drin.

Der Rand des Wanddurchbruchs war grau angelegt. Richtig fies: Wahrscheinlich war die Kante mit Acryl angelegt.

Wurde so zwar sauber, aber man konnte die Kante deutlich spüren und wenn ich das überstreiche – man sieht die Kante weiterhin. Ich hab das einmal mit der restlichen Farbe getestet.

Vorteil meines Tests: Die Farbe löste leicht die alte Farbe an. Ich konnte mit der Spachtel arbeiten und das die Kante abkratzen.

Weg ist die Kante.

Zwischendrin meldete sich die Telekom. Der Anschluss würde jetzt geschaltet, ich soll meinen Router anstecken. Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür, es muss etwas in der Wohnung nicht stimmen. Er schraubte alles mögliche unnütze ab – gebraucht habe ich nur die eigentliche Telefondose.

Der Rest kann in den Müll. Gut, dass ich mir den Flur bis zu Letzt aufhebe mit dem Streichen. Der Vormieter hat brav um alle Installationen herumgestrichen.

Dann ging es an die Vliestapete. Die Decke alleine tapezieren ohne Helfer? Geht das? Mit Vliestapete geht es tatsächlich. Tapete schneiden, nur die Decke anleimen und die Tapete drandrücken.

Ist etwas umständlich alleine, aber wenn man 2,04m groß ist, kann man mit der Andruckrolle die Tapete hochdrücken, während man die Leiter verschiebt. Aber es geht ins Genick. Über Kopf arbeiten ist nicht so meine Welt. Ich habe den (Teil-)Raum nicht ganz fertig bekommen. Ich war zu lange auf den Beinen, wurde unkonzentriert und das Genick tat mir wirklich weh, so dass ich mich für Abbruch entschied. Heute ist auch noch ein Tag.

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Falsche Box

Ich bin mir inzwischen sicher: Ich werde die Rigips Decke tapezieren. So gut gespachtelt bekomme ich sie nicht und ein Schleifgerät mieten? Ich scheue den Aufwand. 1x war der erste Teil gespachtelt – so wollte ich es trotzdem nicht lassen.

An manchen Stellen sah man noch, wo die Platten aufeinander stoßen, das könnte sich auch durch die Tapete abzeichnen, also besser noch ein zweites Mal drüber gespachtelt. Spachteln bei den Temperaturen ist so eine Sache. Der Spachtel wird zu schnell trocken. Ich hatte jedes Mal etwas zu viel angemischt. Und bevor ich das verbraucht hatte, war es schon zu trocken, um es weiter zu verarbeiten. Scheiß Spiel. Aber ist eben so. Da fehlt mir die Erfahrung. Letztendlich sind die zwei Teildecken beide fertig gespachtelt für den nächsten Arbeitsschritt. Das wird dann eine Schicht Tiefengrund, weil das Papier des Rigipses sonst zu stark das Wasser des Tapetenkleisters zieht.

Apropos Wasser: Da habe ich im Bad ein Problem. Also ich einen Eimer Wischwasser ins Klo Schüttete, kam das Wasser bei der Badewanne wieder hoch und brachte mächtig Dreck mit.

Da ich es nicht schnell fixen konnte, informierte ich den Vermieter – er kümmert sich darum. Ist ja auch sein Job. Bei einem Altbau schütte ich sicher nicht irgendeine Chemie ins Rohr. Todsünde. Das greift die alten Rohre an, der Dreck bleibt erst recht hängen und das Dilemma startet in Zeitraffer.

Von der Telekom hatte ich nichts gehört, als wollte ich testen, ob nicht vielleicht doch schon der Anschluss geschaltet ist und ich war am Verzweifeln. Ich kam einfach nicht ins Menü der Fritz! Box.

Ich war mir zu 100% sicher mit dem Passwort, aber das funktionierte ums Verrecken nicht. Hatte ich mich dem Passwort vertippt? Groß-/Kleinschreibung falsch im Kopf? Es war zum Haare ausraufen! Ich war schon am Überlegen zu googeln, wie ich die Fritz! Box per Hardware auf Werkszustand setze bis ich mir die flache Hand auf die Stirn schlug. Auf der Seite Steht Fritz! Box 7412 – ich habe aber das Modell 7490. Des Rätsels Lösung: Ich schnorre mir gerade (mit Zustimmung) von der Physiotherapie Praxis zwei Stockwerke tiefer WLAN. Funktioniert nur auf dem Laptop, ist extrem langsam, aber um ein paar Korrekturen für Grafikkunden zwischendrin reicht es, auch um mal ein PDF zu versenden. Ich habe schlichtweg versucht, mich in die verkehrte Box einzuloggen.

Raus aus diesem WLAN, rein in meines und siehe da…

O.k., da ist noch kein Anschluss geschaltet. Angerufen, komischerweise versteht die Sprachsteuerung nicht den Begriff „Wespennest“. Es wurde geforscht, ich zurückgerufen. Das Wespennest ist wohl weg, schauen wir mal, wann ich endlich richtig online gehen kann.

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